Nach der Pause dachte man, es gäbe nichts, was das Geschehene noch übertreffen könnte, doch die Schüler fuhren immer größere Geschütze auf. Der Saal war erfüllt von Feuer, Rauch, Stickstoffeis und Staunen. Nach etwa drei Stunden fand der trotzdem sehr kurzweilige Abend ein Ende. Das von OStR Thomas Hellerl geleitete Seminar konnte ein Publikum verabschieden, dessen Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen waren. Die Physik-Show war lehrreich, dabei doch nie belehrend und ein Feuerwerk für die Augen.

Die Organisation der Physik-Show war für alle Seminarmitglieder zeitaufwändig, für viele anstrengend und für einige äußerst arbeitsreich. Seit März 2011 versuchten sie gemeinsam das Projekt auf die Beine zu Stellen. Der ursprüngliche Titel des Seminars war „Veranstaltung eines physikalischen Galaabends“. Im Rahmen der P-Seminare, die für die Oberstufe mit der G8-Reform eingeführt wurden, sollen Schüler praktische Fähigkeiten und die Kompetenzen zur Kommunikation und Zusammenarbeit in der Gruppe vertiefen, indem sie gemeinsam ein Projekt oder eine Veranstaltung organisieren. In diesem Fall war der Gedanke des Seminarleiters OStR Thomas Hellerl die Organisation einer Abendveranstaltung, bei der auf unterhaltsame Weise interessante physikalische Phänomene präsentiert werden sollten.

Die Schüler bestimmten gemeinsam eine Auswahl an Versuchen, und widmeten sich dann in Kleingruppen deren Verwirklichung. Sie sammelten Informationen und Material und bauten mit Hilfe des Seminarleiters die Versuchsanordnungen auf. Trotz der langen Vorlaufzeit nahm dabei vieles erst in den letzten Wochen seine endgültige Gestalt an.

Zusätzlich war es die Aufgabe der Schüler, sich weitgehend eigenständig um Veranstaltungsort, -termin, Finanzierung und Sponsoren, Technik, Werbung und Plakate zu kümmern. Dabei waren sie natürlich auch auf Hilfe von Außen angewiesen, wenn es um die Beschaffung von Nebelmaschinen, flüssigem Stickstoff oder Blechfässern ging.

Letztendlich waren die zusammengestellten Versuche ein Sammelsurium von Einblicken in die verschiedensten Bereiche der Physik. Diese reichten über die Erzeugung von Luftwirbeln in Form riesiger Rauchringe über das Auflösen großer Mengen Styropor in Aceton bis zu Verbildlichung stehender Wellen im „Flammenrohr“.

Dabei durfte aber auch die unterhaltsame Seite nicht zu kurz kommen. Eine Bühne und entsprechende technische Anlagen mussten herangeschafft und aufgebaut werden und die eigentliche Show mit Musik, Moderation und anschaulichen Erklärungen musste vorbereitet werden. Der unerwartet große Besucherandrang und der überwältigende Schlussapplaus waren schlussendlich der verdiente Lohn für die Schüler.

Von Elenor Morgenroth und Sophia Rohrmüller

   

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